Cinema Next Filmnacht im Moviemento am 23. Mai 2012
Die Cinema Next Filmnächte, die heuer zum zweiten Mal im Votivkino in Wien, im Moviemento in Linz, im Leokino in Innsbruck, im Das Kino in Salzburg und im Cinema Paradiso in St. Pölten stattfinden, präsentieren einen abwechslungsreichen Querschnitt durch das vielfältige junge Kino Österreichs. Mit den neu gewonnenen Partnerkinos Schubertkino in Graz und Volkskino in Klagenfurt ist bei den Cinema Next Filmnächten der österreichische Nachwuchsfilm landesweit präsent wie nie zuvor.
Im Fokus Oberösterreich wird ein Best of (Young) Local Artists des Crossing Europe Film Festival 2012 präsentiert, unter anderem Abgestempelt von Michael Rittmannsberger, der seine Premiere beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis im Januar 2012 hatte. Im Fokus Österreich feiern Tristan Zahornickys Dokumentarfilm Die Welt sehen – Der Fotokünstler Paul Albert Leitner und Max Liebichs Kurzspielfilm Das Labyrinth unter der Sonne ihre Linz-Premieren. Weitere Entdeckungen der diesjährigen Diagonale wie Twinni oder so, ein eigenwilliger Teeniefilm von Lisa Weber, sowie Rainer Kohlbergers und Wilm Thobens White Light/White Heat, ein reduktionistisches Bewegungsspiel mit einem Laserstrahl, geben Einblick in das vielfältige junge Filmschaffen des Landes.
Programm:
Das Labyrinth unter der Sonne
Maximilian Liebich, 2012, 15 min
Die Spielereien eines Kindes am üppigen Wildbach werden zu einem Ausflug in die natürlichen Formen und Verwirrungen von Mikrokulturen, einem gedanklichen Labyrinth zwischen Schönheit und Angst.
Buch: Maximilian Liebich, Kamera: Anselm Hartmann, Schnitt: Roland Stöttinger, Musik: Corina Kuhs, Millian, Produktion: Florian Brüning
White Light/White Heat
Rainer Kohlberger & Wilm Thoben, 2011, 7 min
(Ab)Gelenkt von zwei Reflektoren oszilliert ein weißer Laserstrahl vor schwarzem Hintergrund. Vom scheinbaren Ruhezustand ausgehend, zeichnet das Lichtbündel alsbald geometrische Formen und Wellen – resultierend aus Geschwindigkeitsreduktion und somit gesteigertem Laser-Flackern. Zu Computer generierten Sounds entsteht ein hochgradig reduktionistisches Bewegungsspiel entlang der Grenzen menschlicher Wahrnehmung.
Die ArbeiterInnen verlassen die Fabrik
Katharina Gruzei, 2011/12, 11 min
1895 waren es in der deutschen Übersetzung des Filmtitels der Lumières noch Arbeiter, die die Fabrik verließen, obgleich deutlich mehr Frauen zu erkennen waren. Katharina Gruzei verunmöglicht in ihrer Neu-Interpretation die Geschlechterzuschreibungen in Titel und Bild. Im Flackern ihrer Lichtinstallation filmt die Kamera Silhouetten und schwimmt mit der Masse hinaus aus den Tabak Werken. Erst am Ende wird die Originaleinstellung nachempfunden, diesmal mit geschärfter Wahrnehmung.
Konzept, Schnitt & Sound: Katharina Gruzei, Kamera: Renate Bauer
Satellites
Karin Fisslthaler, 2011/12, 7 min

Satellites zeigt Bilder eines rätselhaften, auf der Videoplattform Youtube verbreiteten Ohnmacht–Rituals unter Jugendlichen. Im Mittelpunkt steht die Pose, Geste und Berührungen. Körper werden aus dem „entkörperlichten“ Raum des Internets herausgelöst und in den sozialen Kontext des Kinos eingebettet um Fragen nach aktuellen medialen Darstellung von Körpern zu stellen, der Kluft zwischen dem Selbst und der Welt, des Privaten und des Öffentlichen.
Abgestempelt
Michael Rittmannsberger, 2012, 11 min
Ein junger Vater arabischer Herkunft wird Ziel einer Polizeikontrolle. Er weiß nicht, wie er die Situation seinem Sohn erklären soll – und er weiß nicht, dass die unerklärbarsten Ereignisse dieser Nacht noch bevorstehen.
Buch: Michael Rittmannsberger, Kamera: Andreas Daxer, Schnitt: Wolfgang Auer, Michael Rittmannsberger, Ton: Gregor Rasek, Produktion: Simon Baumgartner
Der Aufstand der kleinen Dinge
Barnabas Huber, 2012, 7 min
Der Aufstand der kleinen Dinge fokussiert ein Stück scheinbar animierter Natur. Die statische Kamera zeigt einen Schilfgürtel, in dem der Wind eine Choreographie des Zufalls aufführt. Die Tonebene greift den Minimalismus der Bildebene auf und so entstehen durch minimale Eingriffe maximale Attraktionen.
In Zusammenarbeit mit dem Musiker ddkern.
Watched
Sigrid Garstenauer, 2012, 3:30 min
Erleben Sie eine Einschulung für eine neue Überwachungssoftware aus Sicht des Überwachungspersonals und werden Sie Zeuge eines Missgeschicks…
mit Unterstützung von: Peter Pirnbacher, Andreas Wipplinger, Nicole Primetzhofer, Markus Garstenauer, Kerstin Weidinger, Karin Furtmüller, Stefan Wasserbauer, Andreas Dini
Die Dramaturgie der Ereignisse
LasGafas: Luzi Katamai & Christian Dietl, 2011, 5:30 min
Im Text zum Song “Die Dramatugie der Ereignisse” thematisiert die HipHop-Band Texta die unterschiedlichsten Facetten des Begriffes Wandel, der ursprünglich auch den Titel des Tracks stellte.
Der Sohn und sein Vater
Bernhard Riener, 2011, 6 min
Der Sohn und sein Vater vertreiben sich die Zeit in ihrer schäbigen Einzimmerwohnung mit einem lustig, anmutenden Spiel. Oder dienen diese einstudierten Züge mehr als nur einem Spiel? Ein kurzes Drama ohne Worte.
Buch, Schnitt & Produktion: Bernhard Riener, Kamera: Alexander Dirninger, Licht, Ton & Farbkorrektur: Rainer Antesberger, Sounddesign: Schwaermer & Kopfhaenger feat. Markus Egger
Twinni oder so
Lisa Weber, 2012, 12 min
Sommer, Sonne, Sonnenschein draußen. Bibi, Claudia und Langeweile drinnen, im Hinterzimmer. Das Hinterzimmer gehört zur Buchhandlung und die Buchhandlung gehört Claudias Mama. Claudia hat einen Fetzen auf Mathe und darf nicht raus, Bibi hilft ihr beim Zeit totschlagen, die Mama ist grad nicht da und ein Kunde kommt. Kaufmannsladen spielen war schon mal lustiger, fad und heiß ist es noch immer, die Mama soll ein Eis mitbringen. Twinni oder so.
Buch: Lisa Weber, Kamera: Sebastian Mayr, Ton: Daniel Helmer
Berlin Recyclers
Nikki Schuster, 2012, 6 min
Die Stadt hat Augen, Ohren und ihren eigenen Rhythmus. In jeder Nische Berlins steckt eine Kreatur, die zum Leben erwacht. Zusammengesetzt aus Gefundenem wie Schuhsohlen, Metallstückchen, Cups von Spraydosen oder Einweg-Zahnreiniger interagieren diese Müllkreaturen mit der urbanen Klangkulisse Berlins: Technobeats, Sounds einer Tätowiermaschine, Drehorgelmusik, Demonstrations-Slogans, Baulärm, Hämmern von Pflastersteinen. Ein Hörbild Berlins wird portraitiert.
Animation & Ton: Nikki Schuster, Tonmischung: Sebastian Müller, Produktion: Fiesfilm
Die Welt sehen – Der Fotokünstler Paul Albert Leitner
Tristan Zahonicky, 2012, 33 min
Mit Witz, Charme und manchmal einer gewissen Hilflosigkeit führt der Künstler Paul Albert Leitner durch diese Dokumentation und gibt Einblicke in sein Leben und seine Arbeiten als Fotograf. Der Film zeigt einen Mann, der für die Kunst lebt und für nichts anderes.
Buch: Tristan Zahornicky & Robert Zahornicky, Schnitt & Produktion: Tristan Zahornicky, Kamera: Peter Kittenberger, Ton: Philip Piwonka, Produktion: Robert Zahornicky





































































